Tag der offenen Tür bei der Stiftung Tannenhof

 

Bei schönstem Frühsommerwetter öffnete die Evangelische Stiftung Tannenhof am 17. Mai ihre Pforten zu einem Tag der offenen Tür, dem ersten in der Geschichte der Stiftung. Anlass war die Eröffnung des neu errichteten Jochen-Klepper-Hauses: ein Stationsgebäude, das modernsten Klinikstandard für 63 Patientinnen und Patienten bietet. Alle Interessierte in der Bevölkerung sollten die Gelegenheit haben, sich durch die neue Klinik führen zu lassen und Patientenzimmer, Therapieräume und die neue zentrale Notaufnahme zu besichtigen. Auf drei Etagen hatten Mitarbeiter der Stiftung Informationsstände und Mitmachangebote aufgebaut – ein Rahmenprogramm, das bei den Besuchern regen Zuspruch fand.

Auf einem Demenzparcours beispielsweise konnte man den Versuch wagen, sich der Erlebenswelt dementer Menschen zu nähern, in der Ergotherapie durfte gemalt und gebastelt werden. Gleich nebenan kam es aufs Ausprobieren an: Hier erläuterten die Fachkräfte vom Tannenhof, wie anregend oder auch beruhigend es sein kann, seine Hände durch einen Bottich voller Linsen, Mais oder Kieselsteine gleiten zu lassen. In einem anderen Raum widmeten sich Kurzfilme dem Thema „Behinderungen aus der Perspektive Betroffener".

  
So kreativ wie herausfordernd zeigte sich das Angebot der Ergotherapieschule: Hier hatte man unter anderem die knifflige Aufgabe zu bewältigen, unterschiedliche Figuren nicht nur seitenverkehrt, sondern zusätzlich noch gespiegelt nachzuzeichnen. Auch in den hellen, großzügigen Räumen der Bewegungstherapie kam es aufs Mitmachen ab; wer mochte, konnte seine eigene Ausdauer an vier brandneuen Fitnessgeräten testen.

Überall auf dem Gelände lockten immer wieder unterschiedliche musikalische Darbietungen - hieß es im Speisesaal gerade noch „Lasst uns miteinander singen, spielen, loben den Herrn", so ging es auf der kleinen Außenbühne bald rockig zu. Beste Gelegenheit, um zu den Hits von John Denver, Cat Stevens oder Nicole den eigenen Hunger und Durst zu stillen, sei es mit frisch gebackenen Waffeln, mit einer Wurst vom Grill oder Gulaschsuppe. Den überraschend alpinen Abschluss des Programms bestritten schließlich die „Bergischen Schweizer". Sie unterhielten ihr Publikum mit Stücken von Verdi und Rossini – allesamt in der Fassung für vier Alphörner.