Remscheider Woche der Seelischen Gesundheit zu depressiven Erkrankungen

Die Stadt Remscheid veranstaltet nach 2014 in diesem Jahr zum zweiten Mal die Remscheider Woche der Seelischen Gesundheit. Gemeinsam mit Mitinitiatoren wie der Evangelischen Stiftung Tannenhof, dem Sozialpsychiatrischen Zentrum (SPZ) und dem Augusta-Hardt-Heim wurde für die Woche vom 28. September bis zum 4. Oktober 2015 erneut ein abwechslungsreiches Programm erstellt. Thematisiert werden hier depressive Erkrankungen.

Seelische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Krankheiten: Mehr als 40 Prozent aller Menschen in Deutschland erkranken im Laufe ihres Lebens an einer psychischen Störung. Psychische Krankheiten rücken zwar immer mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, doch werden sie von vielen Betroffenen immer noch als Makel erlebt. Aus Angst wegen der seelischen Krankheit abgelehnt oder gar abgestempelt zu werden, wird dann versucht, die Erkrankung zu verbergen und Hilfe nicht in Anspruch genommen. Umso wichtiger ist es, aktiv Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Remscheider Woche der Seelischen Gesundheit eignet sich hierfür besonders gut.

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung wird Professor Windgassen, Ärztlicher Direktor der Evangelischen Stiftung Tannenhof, am 28. September 2015 (Beginn ist 18:30 Uhr) einen Vortrag zum Thema „Depression – Wen trifft es, und was ist zu tun?“ halten. Am 1. Oktober 2015 referiert Dr. Jörg Hilger, Leitender Arzt der Evangelischen Stiftung Tannenhof, zum Thema „Depression und Alkohol“. Im Anschluss gibt es eine Diskussionsrunde, bei der offene Fragen, Unsicherheiten oder falsche Vorstellungen thematisiert werden können.

Denn insbesondere Vorurteile und falsche Vorstellungen über die Ursachen seelischer Erkrankungen sowie über therapeutische Möglichkeiten halten Betroffene oftmals davon ab, sich in Behandlung zu geben. Dabei können psychische Erkrankungen dank moderner Therapieverfahren heutzutage oftmals geheilt – zumindest  aber deutlich gebessert – werden. Die Entstehung psychischer Erkrankungen hat nichts mit eigenem Verschulden zu tun, sondern ist meist das Ergebnis vieler Faktoren: Veranlagung, psychische Belastungen im Laufe der persönlichen Entwicklung oder in der Familie, dem Beruf oder der Gesellschaft können dabei ebenso eine Rolle spielen wie eine Störung der Hirnfunktion.