Nicht nur reden, sondern erleben: Schulprojekt „Demenz in action“


Mitte April machte das Thema Demenz zum zweiten Mal Schule: Mit der Aktion „Demenz in action“ des Demenz-Servicezentrums Bergisches Land konnten Schüler des Gymnasiums Odenthal die Einschränkungen der Krankheit erleben, die weltweit rund 24 Millionen Menschen betrifft. „Nicht nur darüber reden, sondern die Krankheit selbst erleben" – so haben die Schüler ihre Erfahrungen auf den Punkt gebracht. Die Folge: mehr Verständnis für die Erkrankten.


Das Schulprojekt erstreckte sich über eine Woche: Am ersten Tag wurden mehr als 100 Schüler der 9. Jahrgangsstufe über das Krankheitsbild und die Auswirkungen auf den Alltag der Erkrankten und ihrer Angehörigen informiert. Zudem hatten sie die Möglichkeit, eben diese Auswirkungen im Demenzparcours einmal selbst zu spüren und an verschiedenen Workshops teilzunehmen. Außerdem stellten verschiedene Einrichtungen wie ein Altenheim oder eine Wohngruppe ihre Arbeit vor. Die Einrichtungen boten dann rund 20 Schülern die Möglichkeit, im Laufe der Woche einmal vor Ort mitzuarbeiten. Wie auch schon im letzten Jahr war die Nachfrage an der Mitarbeit immens und die Schüler von den dort gemachten Erfahrungen sehr angetan.


Im Alter von 65 Jahren oder älter ist jeder dritte Mensch an Demenz erkrankt. Das bedeutet, dass nahezu jeder in seiner Familie oder seinen Bekanntenkreis einen Erkrankten kennt – eben auch junge Menschen. Die Krankheit einmal selbst zu erleben führt automatisch zu mehr Verständnis bei den Jugendlichen.