Demenzkampagne 2011

Die Plakate der Demenzkampagne wirken auf den ersten Blick - die Botschaft offenbart sich erst mit einem Klick!

Demenzerkrankte Menschen sind in besonderem Maße auf Hilfe angewiesen. Sie sind vergesslich, rat- und orientierungslos, können sich beispielsweise an Ereignisse aus ihrem eigenen Leben nicht immer erinnern und schätzen Situationen falsch ein. Diese und andere Veränderungen im Erleben, Denken und Verhalten eines an Demenz erkrankten Menschen, führen häufig zu Problemen in alltäglichen Lebenssituationen. Es ist nicht immer einfach mit diesen, manchmal herausfordernden Verhaltensweisen, umzugehen. Der Demenzerkrankte ist im Verlauf der Erkrankung nicht mehr in der Lage, sein Leben alleine zu bewältigen. In den meisten Fällen sind es Angehörige, die die häusliche Versorgung und später auch die Pflege übernehmen.

Für Angehörige ist es sehr schwer, Verständnis für die Probleme zu entwickeln und sich auf die fortwährenden Veränderungen einzustellen. Eigene Bedürfnisse, Wünsche und Lebenspläne werden von Angehörigen und Demenzerkrankten gleichermaßen zurückgestellt. Der zunehmende Verlust der Eigenständigkeit des Betroffenen führt dazu, dass Angehörige sich oft belastet und überfordert fühlen. Angehörige selbst sind von der Erkrankung mitbetroffen. Sie sind unsicher, leiden unter Schuldgefühlen, sind verzweifelt und traurig, manchmal auch wütend, ungeduldig und fühlen sich erschöpft. Der Angehörige übernimmt mit der Pflege auch Verantwortung und erlebt gleichzeitig den Verlust eines geliebten Menschen.

Die von der Agentur roemer und höhmann in Wuppertal entworfene Demenzkampagne stellt daher die Angehörigen in den Mittelpunkt und hat das Ziel, Verständnis und Offenheit für das Thema Demenz zu entwickeln. Konsequent wird die Sicht von Angehörigen demenzerkrankter Menschen eingenommen, die sich mit dem Erleben des Angehörigen auseinandersetzen. In der positiven Auflösung erfährt der Leser eine neue Sicht auf die Erkrankung und die Betroffenen.

Die Demenzkampagne ist ein gemeinsames Projekt des Demenz-Servicezentrums Bergisches Land, der Evangelischen Stiftung Tannenhof und der Diakonie im Rheinland. Sie wird unterstützt von den Städten Wuppertal, Solingen und Remscheid und der Firma Ströer, Deutsche Städte Medien.

 

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