„Demenz – vergiss mein nicht“ – Welt-Alzheimertag am 21. September

Etwa 10.000 Wuppertaler sind laut Dr. Stefan Kühn, Sozialdezernent der Stadt Wuppertal, an Demenz erkrankt; zwei Drittel von Ihnen leben weiterhin in ihrem häuslichen Umfeld. Laut Statistik sind es für Remscheid 2.000 an Demenz Erkrankte. Unterstützt und gepflegt werden Betroffene in den meisten Fällen von Angehörigen, Freunden oder Nachbarn. Das zeigt deutlich, wie viele Menschen in der Region mit dem Thema Demenz tagtäglich konfrontiert sind. Experten erwarten aufgrund des demografischen Wandels eine deutliche Zunahme an Demenzkranken. Patienten und Angehörige fühlen sich dennoch oft allein gelassen.

Genau darauf möchte der diesjährige Welt-Alzheimertag unter dem Motto „Demenz – vergiss mein nicht“ aufmerksam machen. Zwar verlieren Menschen mit Demenz sukzessive ihr Gedächtnis, doch sie besitzen weiterhin viele andere Fähigkeiten, mit denen sie am Leben teilhaben können. Menschen mit Demenz wollen in erster Linie mit ihrer Krankheit akzeptiert – und eben nicht vergessen – werden.

Für Demenz gibt es zwar keine Heilung, doch dank moderner Medizin sowie guter Betreuung lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung mitunter teilweise aufhalten. Daher ist die Gerontopsychiatrische Beratungsstelle der Evangelischen Stiftung Tannenhof als erster Anlaufpunkt für Betroffene und ihre Angehörigen von enormer Bedeutung. Hier erhalten sie zum einen Antworten auf die dringendsten Fragen. Zum anderen wird der Kontakt zu Hilfsangeboten verschiedener Einrichtungen direkt hergestellt. Ziel ist es, dass ältere Menschen so lange wie möglich und weitgehend selbständig in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können.