Treffen für Angehörige von Menschen mit Demenz
zentral in Remscheid – neu: auch in türkischer Sprache

Vor zwei Jahrzehnten hat die Evangelische Stiftung Tannenhof das Remscheider „Alzheimer-Café“ – ein Treffen für Angehörige von Menschen mit Demenz – ins Leben gerufen. Seit Januar finden die Treffen im Haus der Seelischen Gesundheit zentral in Remscheid am Friedrich-Ebert-Platz statt. Zudem wird das „Alzheimer-Café“ in diesem Jahr auch in türkischer Sprache angeboten.

Rund 20.000 Menschen sind laut Demenz-Servicezentrum Bergisches Land im Bergischen an Demenz erkrankt – allein in Remscheid sind es 2.000; ein Großteil von ihnen lebt weiterhin im häuslichen Umfeld. Unterstützt und gepflegt werden Betroffene in den meisten Fällen von Angehörigen, Freunden oder Nachbarn. Das zeigt deutlich, wie viele Menschen in der Region tagtäglich mit dem Thema Demenz konfrontiert sind. Dennoch fühlen sich insbesondere Angehörige oftmals allein gelassen. Genau hier bietet das „Alzheimer-Café“ Unterstützung. Sei es beim Austausch mit anderen Betroffenen oder aber bei konkreten Fragestellungen an die Experten, welche die Treffen im Wechsel moderieren. Das Angebot ist kostenfrei – eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Alzheimer-Cafe“ – Treffen  für Angehörige von Menschen mit Demenz
(Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich)
Wann:
an jedem zweiten Montag des Monats von 16:30 bis 18:00 Uhr
Wo:
 2. Obergeschoss im Haus der seelischen Gesundheit Remscheid (Konrad-Adenauer-Straße 6, 42853 Remscheid) – Eingang über den Parkplatz im Innenhof – nicht Haupteingang! Der Zugang ist barrierefrei.

Austausch steht im Mittelpunkt – Termine für türkischsprachige Bürger
Der Verlust des Gedächtnisses ist der auffälligste, aber nicht der einzige Ausdruck einer schweren Hirnleistungsstörung, die man als Demenz bezeichnet. Häufigste Ursache ist die Alzheimer Erkrankung, eine hirnorganische Krankheit. Zum Krankheitsbild gehören Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, Sprachstörungen, Störungen des Denk- und Urteilsvermögens sowie Veränderungen der Persönlichkeit. Den Betroffenen geht zunehmend die Fähigkeit verloren, ihren Alltag zu bewältigen. Pflegende sind daher oft psychisch und physisch stark belastet. Die Angehörigengruppe hilft, den Umfang mit Betroffenen zu erleichtern. Man spricht über aktuelle Probleme, die im Alltag auftreten, und informiert über spezielle Themen. Der Erfahrungsaustausch der Betroffenen untereinander stehe dabei im Vordergrund.

In diesem Jahr finden zum ersten Mal auch Angehörigentreffen in türkischer Sprache statt. Sie werden von einem türkischsprachigen Arzt moderiert – zunächst im Februar und November. Weitere Termine sind geplant.